Hofgut Walzenmühle

Stallungen

Innenboxen

Der helle und kühle Innenstall umfasst derzeit sieben moderne Boxen unterschiedlicher Grösse. Alle Innenboxen wurden im Zuge der Mitte 2005 durchgeführten Baumassnahmen mit Unterstützung der Firma Hau erneuert. Sämtliche Boxen sind nun mit Kraftfutterdosierautomaten der Firma Weinsberger ausgestattet. Die Fütterung der Pferde erfolgt in kleinen, über den Tag verteilten Portionen und kann mittels einer zentralen Computereinheit individuell für jedes Pferd programmiert werden. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie unter Fütterung.

Die Stallgasse im Innenstall ist ausreichend breit, so dass zwei Pferde gefahrlos aneinander vorbei geführt werden können. Die Stallgasse kann auch als Putzplatz genutzt werden: Zum Anbinden der Pferde stehen jeweils rechts und links entsprechende Anbinder in Form von mit Plastikschonern überzogenen Ketten zur Verfügung.

Der Innenstall ist mit einem elektrischen Fliegenfänger ausgerüstet, der vor allem im Sommer sehr wertvolle Dienste leistet.

Aussenboxen

Die Aussenstallungen bestehen aus einer Paddock- und fünf Aussenboxen. Auch hier befinden sich in allen Boxen Weinsberger Kraftfutterdosierautomaten und frostsichere Selbsttränken. Die Fütterung der Pferde erfolgt in kleinen, über den Tag verteilten Portionen und kann mittels einer zentralen Computereinheit individuell für jedes Pferd programmiert werden. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie unter Fütterung.

Aktivstall

Der Aktivstall wurde von der Firma HIT konzipiert und bietet Platz für ca. 15 Pferde. Die grosszügig bemessene Lauffläche von 1700 qm ist mit equiTERR Kunststoffplatten der Firma KHB und einem Sand-Gemisch versehen. Das komplette Laufareal ist solide eingezäunt mit einem Zaunsystem der Firma DeSutterund Texas Trading.

In die Lauffläche wurde ein Bereich mit rundgewaschenen Kieselsteinen integriert, der bei Barhufgängern mobilisierend auf Hornwachstum und -qualität wirkt.

Den Pferden stehen vier Raufutterstationen und eine Kraftfutterstation zur Verfügung. Die Fütterung der Pferde erfolgt in kleinen, über den Tag verteilten Portionen und kann mittels einer zentralen Computereinheit individuell für jedes Pferd programmiert werden. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie unter Fütterung. Mittels eines am Pferd befestigten Chip sind die einzelnen Futtermengen abrufbar. Während der Fütterungszeit ist das Pferd im Futterständer durch eine elektronisch gesteuerte Schranke vor den Zugriffen der anderen Pferde geschützt.

Eine frostsichere gespeiste Selbsttränke steht - neben Schubberbürsten, Salzlecksteinen, etc. - den Pferden zur Verfügung.

Sowohl die Liegehalle, als auch eine weitere, etwas kleinere Schlaf- und Unterstellmöglichkeit, sind mit Softbetten (Liegematten) der Firma HIT ausgestattet. Durch die geschickte Positionierung zweier Trennwände wurden verschiedene Ruhebereiche für die einzelnen Pferde geschaffen.

In der grossen, luftigen Liegehalle befinden sich zwei mit Späne eingestreute Bereiche, die von den Pferden "weitestgehend" als "Toilette" genutzt werden.

Die Weiden für die Pferde des Aktivstalles befinden sich unmittelbar angrenzend an den Laufbereich und sind über eine Brücke oder einen Bachlauf zu erreichen. Alle Weideübergänge sind nur durch Tore getrennt, so dass die Pferde jederzeit zwischen Weide und Aktivstall pendeln können. Je nach Witterung und Jahreszeit stehen die Weiden Tag und Nacht offen.

Durch die räumliche Trennung der verschiedenen Funktionsbereiche, wie Futterstationen, Tränken, Liege- und Laufbereiche, werden die Pferde zu mehr Bewegung motiviert. Dieses Konzept kommt aus unserer Sicht dem Anspruch an eine möglichst artgerechte Pferdehaltung am nächsten.

Eine Krankenbox für die Laufstallpferde steht selbstverständlich zur Verfügung.

Integration Aktivstall

Die Integration eines neuen Pferdes in den bisherigen Herdenverband erfolgt langfristig und möglichst schonend für alle Beteiligten - Pferde und Pferdebesitzer. Es wird dabei sehr viel Wert gelegt auf eine stressreduzierte Zusammenführung, um das Verletzungsrisiko gering zu halten.

Zu Beginn wird der Neuling täglich für mehrere Stunden in den direkt an den Aktivstall angrenzenden Eingewöhnungspaddock gebracht. Dort haben die Pferde die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme und einem ersten Kennenlernen über den Zaun hinweg.

Nach einiger Zeit kann das neue Pferd bei Bedarf in einen Paddock direkt im Laufstall umziehen: Der dort vorhandene zweite Ruhebereich wird in diesem Fall mit mobilen (Western-)Panels eingezäunt. Auf diese Weise ist auch eine 24-Stunden-Unterbringung für eine zeitlich begrenzte Frist denkbar, aber nicht zwingend erforderlich.

Scheint eine erste Eingewöhnung erfolgreich und eine gewisse Akzeptanz auf Seiten der Herdenmitglieder und dem neuen Pferd ersichtlich, so erfolgt der Versuch einer ersten Zusammenführung: In der Regel werden zuerst das Leittier und der Neuling, im nächsten Schritt die Leitstute und der Neuling zusammen gelassen. Je nach Möglichkeit (Jahreszeit, Witterung, etc.) erfolgt dies auf einem abgesperrten Areal des Laufstalls oder auf einer Weide. In Abhängigkeit vom Ausprägungsgrad der sozialen Kompetenz des neuen Pferdes und seiner Integrationsfähigkeit werden die anderen Pferde in absteigender Hierarchiefolge hinzugelassen. Auf diese Weise erfolgt eine Auseinandersetzung - durchaus im positiven Sinne gemeint - sukzessiv und mit einer höheren Beständigkeit und Nachhaltigkeit. Natürlich lässt sich eine spätere Änderung der Hierarchiestrukturen nicht ausschliessen. Dies wird aber nach den bisherigen Erfahrungswerten deutlich gemässigter für alle beteiligten Pferde ablaufen.

War die Integration des neuen Pferdes soweit erfolgreich, dass es nun tagsüber im Herdenverband mitlaufen kann und nur noch nachts in der Box verbleibt, so ist nun regelmässiges Training an den Futterautomaten erforderlich. Hier wird die aktive und tägliche Mitarbeit des Pferdebesitzers erwartet, der aber natürlich auch mit unserer Unterstützung und der anderen Pferdebesitzer rechnen kann: So oft wie möglich sollte das neue Pferd an und in die Futterständer geführt und an die mit der Futterausgabe verbundenen Geräusche gewöhnt werden: sich herabsenkende Schranken, sich öffnende und schliessende Tore, in den Trog einfallendes Futter, etc. Die Enge der Futterständer und der mit einer Klappe versehene Ausgang stellen für einige Pferde hohe Anforderungen an die Stressresistenz dar.

Sobald auch diese Etappe der Laufstallintegration erfolgreich absolviert wurde, kann das neue Pferde Tag und Nacht im Aktivstall bleiben.

Da der Eingewöhnungsaufwand für die Aktivstallhaltung ausgesprochen gross ist, sind auch die an den Pferdebesitzer gestellten Anforderungen recht hoch: Der Besitzer des neuen Pferdes sollte die Risiken, aber auch die Vorteile einer solchen Haltungsform im Vorfeld gut abwägen. Gerade zu Beginn der Eingewöhnung, die in der Regel zwei bis drei Monate dauern kann, sind kleinere Blessuren und Bissverletzungen durchaus keine Seltenheit. Die Pferde stehen im Zweifel auch im Regen draussen, wälzen sich im Sand oder sind im Sommer beim morgendlichen Training müde, wenn sie erst kurz zuvor vom nächtlichen Weidegang wieder in den Laufstall zurückgekehrt sind.

Auf diese Fakten möchten wir Sie nachdrücklich hinweisen mit der Bitte, diese bei Ihrer Entscheidung für eine solche Haltungsform zu beachten! Der zu Beginn auftretende Stress für Ihr Pferd, für die Herde und natürlich auch für alle Pferdebesitzer rechtfertigt nur eine langfristig geplante Entscheidung.