Hofgut Walzenmühle

Betrieb & Management

Stallmanagement

Es wird sehr viel Wert auf eine saubere und gepflegte Anlage gelegt. Deshalb gilt es auch bei uns, einige Regeln zu beachten.

Gesundheit

Aufgrund der recht hohen Anzahl an Turnierstarts pro Saison und der regelmässigen Teilnahme an externen Lehrgängen und Trainings wird auf ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement sehr viel Wert gelegt. Neue Pferde müssen aus einem seuchenfreien Bestand kommen und ihre letzte Influenzaimpfung sollte nicht älter als sechs Monate sein.

Der gesamte Bestand wird viermal im Jahr gemeinsam entwurmt. Das Wurmmittel kann insofern frei gewählt werden, als die für die jeweilige Wurmkur erforderlichen Bestandteile (Inhaltsstoffe) enthalten sein müssen.

Vergleichbares gilt für die erforderlichen Impfungen. Alle Pferde sind mindestens einmal pro Jahr gegen Influenza und Herpes zu impfen. Empfehlenswert, aber nicht verpflichtend, ist eine Impfung gegen Tollwut für die im Aktivstall gehaltenen Pferde. Diese haben vor allem im Sommer wegen der Insekten die Möglichkeit, sich auch nachts auf den waldnahen Weiden aufzuhalten. Alle Pferde sind mindestens einmal pro Jahr gegen Influenza und zweimal jährlich gegen Herpes zu impfen.

Auf Wunsch ganzheitliche Betreuung und Beratung in Zusammenarbeit mit Physiotherapeut, Tierarzt, Homöopath, Hufschmied, Sattelspezialist und Pferdezahnarzt.

Fütterung

Die Futterautomaten in den Innen- und Aussenboxen können maximal bis zu 12 Portionen pro Tagesintervall ausgeben. Der Gesamttagesbedarf pro Pferd kann somit optimal in kleinen Portionen über den Tag verteilt abgerufen werden. Die Pferde im Aktivstall können maximal bis zu 20 Portionen Kraftfutter pro Tagesintervall abrufen.

Die Pferde in den Innen- und Aussenboxen erhalten zweimal am Tag Heu, jeweils einmal morgens und abends. Die Menge ist abhängig vom täglichen Trainingspensum und vom Gewicht des Pferdes. Im Rahmen der Gesamttagesration darf dem Pferd bei einem mehrstündigen Paddockaufenthalt gerne auch ein gefülltes Heunetz zur Verfügung gestellt werden.

Die tägliche Heufütterung für die Boxenpferde erfolgt nach einem festgelgten Schema: Die jeweils nachfolgend anstehende Ration wird noch in der Scheune gelockert und aufgeschüttelt, so dass aufgewirbelte Heupartikel nicht zu den Pferden gelangen können. Anschliessend wird das Heu durch eine Luke in den darunter liegenden Stalltrakt des Innenstalls befördert. Das Heu hat dann anschliessend ausreichend Zeit, sich zu setzen, bis es dann im Rahmen des nächsten Fütterungszeitpunktes verteilt wird. Ein erneutes Aufschütteln des Heus in der Box erfolgt nicht mehr. Auf diese Weise wird Reizhusten o.ä. durch aufgewirbelte Heupartikel wie bei der sonst üblicherweise praktizierten Heufütterung vermieden.

Die Heufütterung im Aktivstall richtet sich nach den zugewiesenen, aber individuell einstellbaren "Futterzeiten" in Minuten. Innerhalb eines Tagesintervalls sind maximal bis zu 15 Portionen abrufbar. Frisst ein Pferd eine ihm zustehende Ration nicht gleich komplett auf, wird die Fresszeit zum nächsten Fütterungtermin addiert. Das Heu wird im Aktivstall in Form von Rundballen in der Futterstation deponiert.

Stallklima

Hohen Decken, viele Fenster, offene Türen und Tore - in den Stallungen - vor allem im Innenstall - wird sehr viel Wert auf ein pferdegerechtes Stallklima gelegt. Neben ausreichend Luftraum pro Pferd ist eine konstante Luftbewegung notwendig und sollte den Temperaturen angepasst sein.

Die Aussenboxen haben einen ausreichend hohen Dachfirst und die obere Boxentür bleibt im Regelfall immer geöffnet. Zusätzlich verfügt jede Aussenbox noch über ein weiteres Fenster.

Die Liegehalle des Aktivstalls ist sehr geräumig, mit einer hohen Decke und einer Vielzahl an Fenstern ausgestattet.

Hallenpflege

Die Reithalle (und der angrenzende Aussenreitplatz) werden regelmässig gewässert und gefahren/geebnet. Pferdeäpfel werden von jedem Einsteller bzw. Reiter spätestens nach dem Training sorgfältig abgesammelt. Wir bitten darum, hierbei möglichst wenig Fleeceschnitzel aufzunehmen. Nach Möglichkeit die Pferdeäpfel nicht zerreiten, wenn ein Absammeln während des Trainings nicht möglich ist. In der Halle darf auch longiert werden. Wir bitten jedoch darum, nicht immer an der gleichen Stelle zu longieren und anschliessend die genutzte Fläche zu harken/rechen. Wird in der Halle gesprungen, bitte auch hier anschliessend das Hindernismaterial wegräumen und die eventuell entstandenen Löcher im Boden wieder ausgleichen. Um auch zuküntig einen optimalen Reithallenboden gewährleisten zu können, bitten wir um Berücksichtigung einiger Anforderungen.

Weidemanagement

Im Zuge der jährlichen Weidepflege wird nach einer Bestandsaufnahme im Rahmen einer Weidebegehung bei Bedarf eine Bodenprobe entnommen Aus dem Ergebnis dieser Probenanalyse ergibt sich die Notwendigkeit für weitere Massnahmen, wie bspw. Düngung mit den Grundnährstoffen Kalium, Phosphor oder Magnesium sowie eine eventuell erforderliche Kalkung.

Gegen Ende des Winters ist regelmässig ein Abschleppen der Weiden erforderlich. Um eine dichte und strapazierfähige Grasnarbe zu erhalten, wird nun Kalkstickstoffdünger ausgebracht. In den ersten Tagen reagiert der Kalkstickstoff mit der Tau- und Bodenfeuchte. Es bildet sich ein Wirkstoff, der frisch gekeimte Unkräuter, aber auch die Larven viele Eingeweideparasiten vernichtet. Seit langem ist die Wirkung des Kalkstickstoffs auf die Larven der Strongyliden (Palisadenwürmer) bekannt, welche als Hauptursache der Verwurmung bei Pferden gelten. Aus diesem Grund wirkt die Düngung mit Kalkstickstoff wie eine "Reinigung" der Weiden. Sie verringert dadurch den Infektionsdruck und sichert den Erfolg der medikamentösen Entwurmung ab. So wird verhindert, dass sich die im Stall entwurmten Pferde beim ersten Weidegang wieder massiv neu infizieren.

Sicherheit

Die Anlage befindet sich versteckt in der Mitte des Sieben-Mühlen-Tals. Das Hofgut ist komplett eingezäunt und das elektronisch gesicherte Tor nur durch Eingabe einer PIN von aussen zu öffnen.

Das Wohnhaus befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Stallgebäude.

Alle Weiden liegen in Sichtweite des Anwesens.

Die Anlage ist an allen strategisch wichtigen Standorten mit über Bewegungsmeldern gesteuerten Lichtquellen ausgestattet.

Zusätzlich gibt es einen Hofhund, der das Anwesen bewacht.